Belly Boat

Viele von euch werden, besonderst an der Küste, schon häufiger diese lustigen bunten "Treckerreifen" in den Fluten gesehen haben. Diese tollkühnen Fischer riskieren Kopf und Kragen, um einen tollen Fisch .... - Alles Quatsch.
Beachtet man einige Sicherheitsregeln, ist das ganze ein Riesenspaß, ohne großes Risiko und die Chancen auf einen guten Fisch können ungemein steigen. Gerade beim Fliegenfischen erhöht man seinen Aktionsradius um ein Vielfaches. So ist es an der Ostsee, die entsprechenden Stellen vorausgesetzt, durchaus möglich auch erfolgreich auf größere Dorsche zu fischen. Auch kann man den weiter draußen raubenden Meerforellen wesentlich besser nachstellen. 

Die Ausrüstung

Fliegenfischen - Belly-BoatEine der wichtigsten Komponenten ist natürlich das Belly - Boat. Es gibt zwei Grundtypen von Booten, da wären die Ringe (ringsum geschlossen) und die Boote in der zu sehenden U - Form. Mich überzeugen ganz klar die Vorteile der U - Form. Aussagen, dass man mit diesem Typ leicht vorn überkippt wenn man sich rauslehnt, stimmen nicht. Voraussetzung ist ein Qualitativ hochwertiges Boot. Wichtigster Vorteil ist, dass man am Strand oder am Ufer angekommen, den vorderen Bügel öffnen und aussteigen kann. Vorher kann man sich noch in aller Ruhe der Schwimmflossen  entledigen. Nur so gelangt man sicher wieder auf festen Untergrund. Versucht das mal mit einem Boot in der Ringform. Ein Belly Boat sollte des weiteren mindestens zwei Luftkammern besitzen. Aufgesetzte Zubehörtaschen sind ebenfalls unverzichtbar.
Eine nicht zu unterschätzende Komponente sind die Schwimmflossen. Mit ihnen bewegt man sich schließlich fort. Viele Gerätehändler bieten Flossen an, mit denen man sich bestenfalls auf dem Dorfweihern begeben kann. Kurz gesagt die Flossen sind zu unstabil, man kann mit ihnen keinen Druck im Wasser aufbauen. Die beste Wahl sind hier Profiflossen beispielsweise aus dem Taucherbedarf. 
Ein kleiner Klappanker mit einer ca. 20 Meter langen Ankerleine rundet die Grundausstattung ab. 

   

Sicherheitszubehör

Als erstes möchte ich mit der Schwimmweste beginnen. Gute und funktionierende Modelle bekommt man hier beim Wassersportbedarf. Für das Fahren mit dem Belly - Boat benutze ich eine halbautomatische Schwimmweste. Sie öffnet sich nur durch das Ziehen an der Reißleine. Ganz wichtig ist natürlich, dass die Weste dem Körpergewicht angepasst ist. Hier solltet ihr euch in aller Ruhe von Fachpersonal beraten lassen. Denkt immer daran, die Schwimmweste kann im Ernstfall euer Leben retten.
Sollte man tatsächlich einmal in Seenot geraten, sind ein wasserfest verpacktes Handy, eine Trillerpfeife und Leuchtraketen Gold wert. So ausgerüstet ist man für den hoffentlich nicht eintretenden Notfall gerüstet. 

 

Weitere Sicherheitstipps

Unter Beachtung einiger Verhaltensregel wird das Belly - Boat schnell zum sicheren Spaß. Als erstes müssen die Strömungs- und Witterungsbedingungen beachtet werden. Ausfahrten sollten, besonderst an der Küste, bei stabilen Witterungsbedingungen geschehen. Bei drehenden Winden oder Unwetterwarnungen bleibt man an Land. Starke ablandige oder Seitenwinde meidet man ebenfalls. Bei auflandigen Winden kann man durchaus seine Seetüchtigkeit testen. Starke Strömungen geht man ebenfalls aus dem Weg. Eine solide körperliche Fitness ist Grundvoraussetzung. 
Weitere Ausfahrten bis ca. 200 m sollten nur nach einiger Übung getätigt werden. Denkt immer daran das ihr ans Ufer zurück müsst und das mit euren Beinen.   

 

Die erste Ausfahrt

Für die erste Ausfahrt sollte man sich seichte Buchten an der Küste, oder Seen im Binnenland aussuchen. Hier kann man ausgiebig das Paddeln und Steuern üben. Man bekommt auch ein Gefühlt dafür, welche Entfernungen man sich zumuten kann, ohne sich völlig zu verausgaben. Übt auch das Werfen und überlegt euch, wo ihr am Boot  am sinnvollsten euer Zubehör unterbringt. 

Das Fischen vom Belly - Boat

Das Fischen unterscheidet sich von den Techniken grundsätzlich wenig, von dem Fischen vom Ufer aus. Ungewohnt dürfte das Werfen aus der tiefen Sitzposition heraus sein. Ein wenig Abhilfe schafft hier eine möglichst lange Fliegenrute (10ft.). Lange Würfe sind sowieso nicht nötig, da man ja sehr mobil ist.
Beim Meerforellenfischen eröffnen sich aber völlig neue Perspektiven. So kann man beispielsweise an Riffen, Seegraswiesen  und Muschelbänken entlag fischen. Nicht zu verachten ist, dass der Wind immer aus der richtigen Richtung kommt. Man kann sich bei leichtem Seitenwind auch wunderbar vor der Küste entlang treiben lassen und eine Art Schleppfischen betreiben.
an der Küste sollte man unbedingt einmal das Fischen auf Dorsche ausprobieren. Macht tierisch Spaß!Fliegenfischen - Helnaes
Zuerst sucht man sich eine Stelle, an der man in Paddelweite tiefes Wasser findet. Nun beginnt man mit der schnellsinkenden Schnur, am besten noch superschnellsinkendes Vorfach vorschalten, und buschigen Fliegen in Grundnähe nach Dorschen zu suchen. Hat man erst mal einen Schwarm gefunden, beginnt die Schinderei. Dann heißt es Pumpen was das Zeug bzw. Rute hält.
Eine Sache noch, Rücksichtnahme gegenüber anderen Fischern ist auch im Belly - Boat Pflicht.
Die Bezugsquelle des Belly - Boates könnt ihr von mir per E-Mail bekommen.

Gegenüber Anregungen und Kritik bin ich jederzeit aufgeschlossen.

Andy Krüger

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